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Geschichte

In Berkatal wohnen rund 1.570 Einwohner mit Hauptwohnsitz. Davon entfallen
auf Frankershausen   880    /  auf Frankenhain   380   /  auf Hitzerode   310   Einwohner

 

Frankershausen
Der Ortsteil Frankershausen wurde im Jahre 876 erstmals urkundlich erwähnt als Francuuardeshuson. In früherer Zeit waren auch in Frankershausen die sogenannten 'Hainer Fuhrleute' beheimatet. Dadurch geprägt bestehen auch heute noch eine Anzahl von Großhandelsunternehmungen, eine Peitschenmacherwerkstatt, mehrere Handwerks- und Industriebetriebe.

 

Das Dorf der Müller

In Frankershausen gab es früher einmal sechs Mühlen. Zwei, die ihre Ursprünglichkeit noch bewahrt haben, sind die Blaumühle und die Oberdorfer Mühle, welche auf eine erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1343 zurückgreifen kann. Die Mühlen liegen im Tal zwischen den Hie- und Kripplöchern. Dort entspringen auch zwei starke Karstquellen, die das im klüftigen Kalkgestein versickerte Wasser zu Tage treten lassen und die beiden Mühlen antrieben.

 

Ausflugtipps

Naturschutzgebiet der Hie- und Kripplöcher. 'Alten Teich'  (oberhalb des Wiesengeländes an der 'Kalten Seite' wurde ein alter Erdfall zu einem Badeteich ausgebaut, den man 'Alten Teich' nannte. Jetzt ist er ein romantischer Naturteich, wo eine Schutzhütte und Bänke zum Verweilen einladen.)
 

Frankenhain
Der Ortsteil Frankenhain fand seine erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1360 als Frankinhain. Im 17. Jahrhundert war es ein echtes Fuhrmannsdorf mit 30 'Salzführern'. Im letzten Jahrhundert gründeten die Gebrüder Nolte ein Schmelztiegelwerk, das bis heute die wirtschaftliche Existenz des Ortes sichert.
Schöne Wanderwege mit herrlicher Fernsicht erwarten die Wanderer und Freunde der Natur. Ein überdachter Grill mit Schutzhütte bietet Rastmöglichkeit mit herrlicher Fernsicht. Der 'Große und Kleine Marstein' sind beliebte Wanderziele wie auch die Touren zum nahe gelegenen Meißner.


Die Kirche

...mit Freskenmalerei im Chorraum aus dem 14. Jahrhundert lädt zum Verweilen ein. Bei dieser Malerei handelt es sich vermutlich um das Werk durchwandernder Mönche, die sich damit ihren Lebensunterhalt verdienten. Die Malereien wurden im Jahr 1954 freigelegt, nachdem sie in nachreformatorischer Zeit übermalt wurden. Die Kirche besitzt zwei Glocken, die heute noch in Betrieb sind: Von 1987 eine kleine Bronzeglocke und eine größere die im Jahre 1510 gegossen wurde und die sehr wertvoll und reich mit Bildern verziert ist.

 

Kleindenkmäler

An der Straße von Frankenhain nach Kammerbach (K44) steht ein alter Wegweiser in Form einer zylindrischen Säule aus Stein, die trägt einen aufgesetzten Würfel, der mit einer flachen Pyramide nach oben abschließt. Im Sandsteinkopf ist an der Südwestseite vertieft eingearbeitet: "Weg nach Hilgershausen". An der Südostseite steht zu lesen "Weg nach Cammerbach". Vor der Flurbereinigung lag die heute 33 m entfernte Weggabelung direkt neben dem Wegweiser.
Der Anger war schon immer der Mittelpunkt des Dorflebens. Wenn früher der Bürgermeister den Bürgern etwas mitteilen wollte, schickte er den Ortsdiener mit der Schelle durchs Dorf und ließ alle auf dem Anger zusammenkommen. Auf dem Anger wurden früher auch Hochzeiten gefeiert, die mehrere Tage dauerten. Tradition ist das Maisingen des Männergesangvereines am 01. Mai. Jährlich findet am Anger das Backhausfest statt mit heimischen Gerichten.
 

Hitzerode
Der Ortsteil Hitzerode wurde erstmals im Jahr 1195 in einer Urkunde des Klosters Germerode erwähnt; die Besiedlung reicht jedoch bis in die Steinzeit zurück. Die Hochebene, auf der Hitzerode liegt, bot der früheren Bevölkerung, die meist von der Landwirtschaft lebte, die Grundlage für den Lebensunterhalt. Daneben gab es noch einige Handwerker und auch hier die 'Hainer Fuhrleute'. Diese transportierten von Sooden bis nach Frankreich das Salz das so genannte 'weiße Gold'. Auf dem Rückweg brachten sie dann Weine und andere Waren mit. An diese Zeiten erinnern noch großgewölbige Weinkeller in einigen alten Gehöften. Mancher Torpfosten weist noch heute den aufmerksamen Wanderer darauf hin, dass hier einmal eine Weinhandlung war.
Sehenswert ist in Hitzerode der Anger, bei der Kirche,  mit einer ca.400 Jahre alten Linde.
Die 'Lange Straße' ist geprägt mit schönen großen Fachwerkhäusern.