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Der Bilstein

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Der Bilstein ist 284 m über dem Meeresspiegel und etwa 100 m über der Talsohle. Zur Berka hin fällt der Felsen fast senkrecht ab. Während die anderen Täler im Werratal im unteren Abschnitt offen sind, ist das Berkatal dort eng und steilwandig. Dieser Teil des Tales heißt Höllental.

 

Seit 1960 ist der Bilstein Naturschutzgebiet; charakteristisch sind der Hainbuchen- und Eichenwald und am Südhang der Eichen-Elsbeerenwald, die beide durch Pflegemaßnahmen erhalten werden müssen.


Von der einstigen Burg Bilstein sind nur noch wenige Mauerreste übriggeblieben. Von einer Plattform des ehemaligen Burggeländes aus, die durch ein Geländer am Steilabfall des Felsens gesichert ist, zeigt sich ein sehr schöner Ausblick.

 

Nach Westen schaut man über das Gasthaus "Frau Holle" hinweg, das Tal der Berka entlang bis hin zum Meißner. Im Osten sieht man über das Werratal zum Fürstenstein hinüber.

 

Die Sage der Herren vom Bilstein

Die Burg wurde von den Grafen von Bilstein erbaut. Das Grafengeschlecht wird seit 1070 urkundlich erwähnt. 1291 wurde die Burg vom Landgrafen von Thüringen erobert, der den Bilsteinern Landfriedensbruch vorwarf. Der letzte Graf von Bilstein starb 1306 in Armut. Im 16. Jahrhundert verfiel die Burg.

 

Nach einer aufgezeichneten Sage nahm das Geschlecht der Bilsteiner ein für die damalige Zeit heldenhaftes Ende: Die Burg wurde lange Zeit von Feinden belagert, ohne dass sich die Bewohner geschlagen gaben. Obwohl sie von jeglicher Versorgung von außen abgeschnitten waren, zeigten sie sich vergnügt und spöttisch auf der Burgmauer.

 

Schließlich entdeckten die Belagerer den Müller der Höllenmühle, der die Burg durch einen unterirdischen Gang mit Lebensmitteln versorgte. Sie töteten den Müller. Bald darauf standen die Bilsteiner vor der Wahl, sich zu ergeben oder zu verhungern.

 

Da entschied sich der Burgherr für ein schnelles Ende. Er ließ seine wildesten Pferde vor einen Wagen spannen und auf die Burgmauer bringen.

 

Mit seiner Frau und seiner Tochter stieg er in den Wagen und trieb die Pferde an. Sie rasten über den Rand der Klippe. Das Gespann stürzte mit den Menschen in die Tiefe und zerschellte.