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Selbsthilfegruppe für Migränebetroffene in Gründung

Berkatal, den 01.​09.​2026

Pressemitteilung

 

Eschwege, den 01.09.2026

 

 

 

Selbsthilfegruppe für Migränebetroffene in Gründung

 

Menschen mit Migräne haben nicht einfach „nur Kopfweh“. Sie leiden vielmehr unter der häufigsten neurologischen Erkrankung in Deutschland. In der Bevölkerung gilt unter den 50-jährigen Migräne sogar als die häufigste chronische Erkrankung. Um einen guten Umgang mit der Krankheit finden zu können, gibt es nun eine Gründungsinitative für eine Selbsthilfegruppe für Migräne.

 

Migräne zeigt sich dabei durch eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome, Verläufe und Begleiterscheinungen. Wenn sich wieder eine Attacke ankündigt, können Betroffene manchmal Anzeichen erkennen. Sie kann aber auch ganz plötzlich auftreten. Häufig besteht ein halbseitiger pochender Kopfschmerz, der sich durch Bewegung verschlimmert. Übelkeit und Erbrechen begleiten den Schmerz oft und es kann eine Licht-, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit entstehen. Auch andere neurologische Symptome können auftreten, wie Seh- oder Sprachstörungen, dann wird von einer Migräne mit Aura gesprochen. In manchen Fällen treten auch Lähmungserscheinungen, Benommenheit oder das Gefühl „in Watte gepackt zu sein“ auf.

 

Viele Migränekranke können die Vorboten der Attacken erkennen, z. B. Heißhunger, Gähnen, Schlafstörungen, Erschöpfung, Muskel- und Nackenverspannungen, kalte Hände oder Füße, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme sowie Verdauungsstörungen. Die Attacke startet bereits bevor die Kopfschmerzen beginnen. Tritt die Migräne auf, haben Betroffene ein großes Ruhebedürfnis und können sich tageweise sehr krank fühlen. Migränepatienten haben oft mit depressiven Verstimmungen zu tun und können nicht immer positive Energie mitbringen.

 

Die meisten Betroffenen sind berufstätig. Es ist für Betroffene oftmals schwierig sich selbst „gesunde Grenzen“ zu setzen, die diese neurologische Erkrankung erfordert. Ein hohes Stresslevel kann ein Auslöser sein. Für mehr Lebensqualität ist es hilfreich ein eigenes Tempo zu entwickeln, damit das Nervensystem nicht permanent überlastet ist und die Reizverarbeitung gut gelingen kann.

 

Die Selbsthilfegruppe will nun Betroffene stärken und unterstützen. Menschen, die in der Selbsthilfegruppe zusammenkommen, möchten sich gegenseitig Kraft spenden und Ressourcen und Wege finden mit der Krankheit umzugehen. Denn Migräne kostet viel Kraft. „In dieser Gruppe wollen wir unsere Erfahrungen bündeln, um uns gegenseitig den Rücken zu stärken. Wir müssen den Schmerz als Realität annehmen, wollen den Blick aber bewusst auf das richten, was uns trotz allem auch guttut, und neue Energie freisetzen kann,“ sagt eine betroffene Person.

 

Darum werden Menschen gesucht, die gemeinsam nach vorne blicken, sich gegenseitig stärken, und mit einem guten Gefühl nach den Treffen nachhause gehen wollen. „Geben und Nehmen: gegenseitiges Stärken auf Augenhöhe, lösungsorientierter arbeiten und in den Austausch über Therapien und wirksame Alltagsstrategien kommen. Positive Impulse aus den Treffen sollen uns Kraft für den Alltag schenken und uns bereichern“, so soll aus der Hoffnung einer Betroffenen Realität werden.

 

Menschen, die sich angesprochen fühlen und sich in diese Gruppe aktiv einbringen möchten, können sich gerne an die Mitarbeiterinnen der Selbsthilfekontaktstelle wenden, um weitere Informationen zum Gründungstreffen zu erhalten.

 

Selbsthilfekontaktstelle Werra-Meißner-Kreis 

Anna Schmidt, Anja Fett, Britta Salewski, Ilka Römer-Gebhardt

Luisenstraße 23c

37269 Eschwege 

Tel: 05651/ 302 25380 

Mobil: 0151 22811663 (auch über WhatsApp erreichbar)

E-Mail:

 

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